| Montag, 25. Mai 2009
THE DOLDER GRAND!
Ein Klassiker erfindet sich neu! Das von Sir Norman Foster in Zürich architektonisch in Szene gesetzte Dolder Grand ist harmonisch und kontrastreich zugleich – einfach zeitlos.
Die Rezeptionshalle ist mit Blick über den Zürichsee spektakulär angelegt. Dieser Ausblick verwöhnt das Auge auch im Bad und im Schlafzimmer. Wo immer man sich befindet, der See ist meist im Sichtfeld.
Bei der Innenausstattung wurde alles riskiert und vieles erreicht. Mein einziger Kritikpunkt: Das Hotel wirkt noch nicht eingelebt. Es fehlt das Geborgenheits-Erlebnis, aber das trifft heutzutage auf einige Häuser zu.
Die Zimmer sind technisch perfekt ausgestattet. Fehlt nur noch, dass Michael Jackson zum Betthupferl virtuell auf dem Nachtkastl tanzt. Wer nur eine Nacht bleibt wird Schwierigkeiten haben, die Funktionen aller Schalter und Knöpfe zu erforschen. Es macht jedenfalls mehr Spaß, als Computerspielen.
Der Stil ist avantgardistisch, schießt aber nicht über das Ziel hinaus. Alle Suiten sind nach einem anderen Thema konzipiert. Mein absoluter Favorit ist die Rolling Stones Suite. Am liebsten würde ich hier mein neues Album mit einem Portable Studio aufnehmen. Zehn Songs in zehn Tagen. Darf ich das liebes Management? Ich mache es auch in der Nebensaison! Versprochen!
Die Turmsuite ist etwas für Leute, die glauben, schon alles gesehen zu haben. Wow, wow und noch einmal wow - sofern man nicht an Einsamkeit leidet!
Ein großes 'Bravo' geht auch an die Bar. Sie ist cool und sehr gemütlich. Das Personal ist jung, freundlich, kompetent und nie aufdringlich. Last but not least: Das SPA! Dort könnte man einige Wehwehchen kurieren. Die Masseure aus Ägypten sind weltklasse und der Pool ist groß genug, um sich immer fast alleine zu fühlen.
Wer nicht mitten in der Züricher City sein möchte und ein paar Tage Zeit hat, um die Stadt zu genießen und nicht nur schnell sein Konto zu kontrollieren, der sollte fünf Tage das Grand Hotel Dolder buchen. Golfschläger und ein gutes Buch mitnehmen, oder in meinem Fall eine Gitarre und ein Mikrofon. Grand Hotel Dolder, ein ehrliches Dankeschön, dass es dich gibt!
|